Hinter dem Blumil steht die Idee von Freiheit und Unabhängigkeit für Menschen die ein Handicap haben. Der Erfinder des Blumil musste selbst viele Jahre im Rollstuhl sitzen, viele Sachen, die ein erfülltestes Leben ausmachen, konnte er nicht tun, z.B. Reisen, Städte besichtigen, an den Stand fahren und die Schönheiten der Natur genießen. Seine Unabhängigkeit wurde beschränkt von einem schweren und unbeweglichen Rollstuhl. Natürlich gibt es spezielle Fahrzeuge, die man als Rollstuhlfahrer benutzen kann, um in die Natur zu fahren. Doch die Anschaffung macht wenig Sinn, denn man kann diese Fahrzeuge nur in der freien Natur benutzen. Sie sind zudem sehr teuer und von den Abmessungen her nicht mit einem normalen Fahrzeug zu transportieren. So gab es nur eine Lösung. Selbst ein Fahrzeug zu konstruieren, das im Gelände, in der Stadt und in Gebäuden fahren kann und leicht mit einem PKW zu transportieren ist. Der Durchbruch gelang mit dem Einsatz der Gyrocopter-Zweirad-Technik.

Diese Technik erlaubt einfaches Lenken und Fahren auf jeder Art von Untergrund. Aber für einen Rollstuhlfahrer mussten noch drei weitere Anforderungen erfüllt sein. Stabilität im Stand, Komfort beim Sitzen und eine große Reichweite. Der Erfinder des Blumil war sehr motiviert, den er wollte gerne wieder mal in den Wald, auf Berge, am Strand und im Schnee fahren können. Der Wunsch Grenzen zu überschreiten und viele Tests in der Praxis führten zu ständigen Verbesserungen, bis der heutige Blumil entstanden war. Dazu war es notwendig jeweils für jede Blumil-Version das Verhältnis von Sitzhöhe zu den Rädergrößen zu optimieren, aber die Grundkonstruktion ist bei allen Blumil-Versionen gleich: Zwei Räder mit Gyrocopter-Technik, aufrechte Sitzposition und einfaches Lenken. Das Ergebnis war zunächst der Offroad-Blumil, speziell für Gelände, Berge, Sand, Matsch und mehr.

Schnell wurde klar, dass der Blumil eine großartige Lösung ist und nicht für das Gelände, sondern auch für die Stadt Vorteile bietet. In den Städten kann man heute schon viel besser mit dem Rollstuhl unterwegs sein. Trotzdem muss man sich über seine Fahrtroute Gedanken machen, denn viele Hindernisse und unebene Oberflächen stellen sich einem in den Weg. Dank dem Blumil werden nun Orte, die bisher schwierig für Rollstuhlfahrer zu befahren waren, leicht zugänglich, ja es macht jetzt sogar Spaß diese zu befahren. Somit wurde der erste Prototyp des Blumil für die Stadt fertig und er funktionierte perfekt...das war dem Erfinder jedoch nicht genug. Mit dem Blumil konnte er jetzt zwar in der Wohnung und in den Städten unabhängig vom Wetter, bergauf und bergab fahren, Kantsteine und



Kopfsteinpflaster überwinden und sogar Waldwege und am Strand fahren, aber es war ihm noch nicht genug. Die Ansprüche der Kunden waren so unterschiedlich, dass es sich anbot den Blumil nicht nur auf eine Gyrocopter-Plattform zu beschränken. Eine Weiterentwicklung wurde notwendig. Ziel war ein leichteres und besser zu transportierendes Modell, das aber ebenso und genauso gut in Städten, wie im einfachen Gelände zu fahren war und eben auf verschiedene Gyrocopter-Plattformen passte. Dieses neue Modell wurde sehr kompakt und mit Klappmöglichkeiten versehen, damit man es schon in einem Mittelklassewagen transportieren konnte. Aber das war noch nicht alles, die Entwicklung wird weitergehen. Weitergehende Ansprüche sollen zukünftig erfüllbar sein.




Zum Beispiel eine noch größere Reichweite, noch weniger Gewicht, also ein Fahrzeug für alle Situationen und jeden. Es solle aber auch immer ein Fahrzeug bleiben für die unebenen Untergründe. Auch für Kinder soll es nutzbar werden und mit deren Entwicklung wachsen können. Und es soll ein Fahrzeug werden, das besonders den Menschen, die bisher einen Begleiter benötigten, die Freiheit bringt, ggf. ohne Begleiter aktiv zu sein.

Nun gut, die Erfolgsgeschichte des Blumil hat gerade erst begonnen…